26. Internationales Hochsprung-Meeting

17. / 18. Juli 2004
Zwei-Tages-Event in der EberfürstArena

Stefan Holm gewinnt in Eberstadt mit neuer Jahresweltbestleistung

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Der Eberstadt-Sieger des Jahres 2004 im Männer-Hochsprung heißt Stefan Holm. Der kleine Schwede gewann am Sonntag bei hochsommerlichen Temparaturen um die 30 Grad das Traditionsmeeting mit neuer Weltjahresbestleistung von 2,36 m. Vier Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in Athen unterstrich der 27-Jährige seine Favoritenrolle auf den Gewinn der Goldmedaille. "Es war ein großartiger Wettkampf. Im letzten Jahr habe ich in Eberstadt mit einer Höhe von 2,30 m bewiesen, dass ich ein Hochspringer bin und dieses Jahr bin ich mit dem Sieg endgültig in die Top-Elite der Eberstadt-Sieger aufgerückt, witzelte Stefan Holm. Nach übersprungenen 2,36 m ließ Holm die Europarekordhöhe von 2,42 m auflegen, an der er dreimal scheiterte. Der einsetzende Regen verhinderte dabei eine weitere Sensation. Die Stimmung unter den Zuschauern und bei den Veranstaltern trübte dies jedoch keineswegs.

Das 26. Hochsprungmeeting in der schwäbischen Weinbaugemeinde hat einmal mehr bewiesen, dass Eberstadt im Hochsprung das Maß aller Dinge ist.

Den zweiten Platz belegte der Tscheche Jaroslaw Baba mit einer Höhe von 2,33 m. Dritter wurde Andrej Sokolowski aus der Ukraine mit einer Höhe von 2,30 m. Nach der Absage von Roman Fricke (Virusinfektion) war in diesem Weltklassefeld kein deutscher Springer am Start.

"Mein Traum ist wahr geworden, ehrlich gesagt, wollte ich dass nach dem ganzen Gerangel im Vorfeld Stefan Holm gewinnt. Nach dem Willen seines Managers sollte Stefan Holm bei einem Meeting in seiner schwedischen Heimat starten, entschieden hatte er sich jedoch für Eberstadt. "Ich arbeite mit professionellen Leuten zusammen und die haben verstanden, warum ich in Eberstadt starten wollte" sagte Holm bei der Pressekonferenz.

Eberstadt hat gegenüber Madrid die Nase vorn

An diesem Wochenende finden in Eberstadt, Madrid und Baastad gleich drei Hochsprungmeetings statt. Im Vorfeld gab es daher einiges Gerangel um die weltbesten Hochspringerinnen. "Die letzten Tage vor dem Meeting waren nicht einfach", sagte Sportdirektor Peter Schramm.

Am Samstag dann fanden bereits die Frauen-Wettbewerbe In Eberstadt und Madrid statt. Dabei bestätigte Eberstadt wieder einmal seine einzigartige Sonderstellung. Im Vergleich der beiden Wettkampfergebnisse zwischen Madrid und Eberstadt hatte das Traditionsmeeting in der schwäbischen Weinbaugemeinde klar die Nase vorn. Während Irina Michaltschenko das Meeting in Eberstadt mit 2,01 m gewann, siegte Hestrie Cloete (Südafrika) beim Golden League Meeting in Madrid " nur" mit einer Höhe von 2,00 Metern.

Auch auf den folgenden Plätzen war Eberstadt im Fernduell klar besser: Platz zwei (Viktoria Stjopina/Ukraine 1,99 m) und Platz drei (Iva Strakowa/Tschechien 1,93 Meter) schnitten deutlich besser ab als Christina Kalchewa (Bulgarien/1,90 m) und Marta Mendia (Spanien/1,90 m). Die deutsche Nachwuchshoffnung Ariane Friedrich (LG Eintracht Frankfurt) wäre in Madrid mit ihrer Sprunghöhe von 1,90 m in Eberstadt hinter der Weltmeisterin Hestrie Cloete Zweite geworden. In Eberstadt "reichte" diese Höhe nur zu Platz vier.

Stimmen zum 26. Hochsprungmeeting Eberstadt

Irina Michaltschenko (Ukraine / Eberstadt-Seigerin 2004):

"Für mich war es wichtiger eine gute Leistung zu bringen, als Grand-Prix-Punkte in Madrid zu sammeln. Deshalb bin ich in Eberstadt gestartet."

"Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es so warmherzige Zuschauer und so gutes Wetter wie in Eberstadt".

"Zuerst wegen der Sonne, dann wegen der Zuschauer". (Irina Michaltschenko auf die Frage, warum sie immer in Eberstadt solche Top-Leistungen bringt).

Ariane Friedrich (LG Eintracht Frankfurt):

"Ich habe mich auf Eberstadt gefreut. Die Anlage spricht für sich, hier ist es einfach Weltklasse".

"Ich bin noch relativ jung und mir fehlt noch die Coolness".

"Vom Wetter her, war es mein schönster Wettkampf."

Daniela Rath (TSV Bayer Leverkusen):

"Dieser Wettkampf war nach den Deutschen Meisterschaften kein Rückschritt für mich. Ich habe das Selbstbewußtsein in Athen ins Finale zu kommen, sehe es positiv und glaube fest daran".

Guillermo de la Torre (Ex-Trainer von Weltrekordhalter Javier Sotomayor und Trainer der kubanischen Nachwuchshoffnung Lisvany Perez):

"Eberstadt steht auf einer Stufe mit den Olympischen Spielen und ist der bedeutendste Wettkampf für Hochspringer. Das Meeting muss für alle Zeiten erhalten bleiben".

Zitate rund ums 26. Hochsprungmeeting

Sportdirektor Peter Schramm:

"Das gibt einen klasse Wettkampf" (zum Teilnehmerfeld bei den Männern)

"Bei den Frauen haben wir nicht ganz unser Wunschfeld bekommen"

"Durch eine Blutsverwandschaft kommt man schneller ins Teilnehmerfeld" (über die Ungewißheit der wahren Leistungsstärke von Aleseja Rybakow, der Schwester von Europameister Jaroslaw Rybakow, die beim U-23-Wettbewerb um den Toto-Lotto-Cup startet).

"Jelena Slesarenko ist ganz heiß, wollte springen, darf aber nicht springen" (zum Startverbot der Weltjahresbesten durch den russischen Verband).

"Wir müssen jetzt da durch, aber ich baue darauf, dass die deutschen Springerinnen gut springen" (zu den Absagen beim Frauen-Wettbewerb).

Debütant Lisvany Perez (Kuba):

"Auf diesem magischen Platz zu springen ist für mich eine große Ehre, ich bin sehr nervös".

Fernsehen berichtet vom 26. Hochsprung-Meeting

Auch in diesem Jahr haben sich wieder Fernsehstationen für das zweitägige Meeting in Eberstadt angesagt.

Ein Team des SWR-Fernsehens um Redakteur Philipp Sohmer wird das Meeting zwei Tage lang begleiten und in den Nachrichtensendungen sowie in Sport im Dritten am Montagabend (21.50 Uhr)einen längeren Bericht ausstrahlen.

Das SWR-Team ist dabei auf der Suche nach dem möglichen Olympiasieger von Athen. Im Mittelpunkt des TV-Beitrags stehen daher der Vize-Weltmeister von Paris, Stefan Holm (Schweden) und Bronzemedaillengewinner Mark Boswell (Kanada).

Der Regionalsender rheinmaintv, der außer im Rhein-Main-Gebiet auch über Astra-Satellit weltweit zu empfangen ist, berichtet zeitversetzt in voller Länge vom Eberstädter Meeting.

Das Springen der Frauen wird am Sonntag, 18. Juli 2004 von 20.00 Uhr bis 22.00 Uhr ausgestrahlt.
Am Montag, 19. Juli 2004, sind in der Zeit von 20.00 Uhr bis 22.00 Uhr die Höhenflüge der Männer zu bestaunen.

Irina Michaltschenko löst Olympiaticket / Ariane Friedrich Vierte / Daniela Rath Sechste

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Irina Michaltschenko aus der Ukraine hat am Samstag, 17. Juli 2004 die Frauen-Konkurrenz beim 26. Internationalen Hochsprungmeeting in Eberstadt gewonnen. Mit der Höhe von 2.01 m sicherte sich die überglückliche Ukrainerin den dritten Startplatz in der ukrainischen Mannschaft für die Olympischen Spiele in Athen. Zweite wurde Viktoria Stjopina, ebenfalls Ukraine, mit der Höhe von 1,99 m. Die dritte ukrainische Springerin, Vita Palamar, zog sich beim Anlauf zum ersten Sprung eine Zerrung zu und mußte den Wettkampf aufgeben.

Michaltschenko avancierte mit ihrem zweiten Sieg nach 2002 zur Miss Eberstadt. Die 32-jährige Lehrerin hatte vor drei Jahren bereits die Frauen-Premiere gewonnen. "Ich habe diesen Wettkampf gewonnen und die Qualifikation für Athen geschafft, ich bin heute sehr glücklich", sagte die sympathische Athletin. Ein besonderer Dank richtete sie aber an das Eberstädter Publikum: "Offensichtlich traut mir das deutsche Publikum mehr zu als das Publikum in meiner Heimat".

Die Deutsche Meisterin Ariane Friedrich (LG Eintracht Frankfurt) belegte mit persönlicher Bestleistung von 1,90 m den vierten Platz. Die deutsche Olympia-Hoffnung und Zwei-Meter-Springerin Daniela Rath (TSV Bayer Leverkusen) wurde mit 1,87 m Sechste. Dennoch bewertete sie ihre Leistung nicht negativ: "Dieser Wettkampf ist für mich kein Rückschritt, aber offenbar kann ich derzeit meine Ungeduld nicht so ganz befriedigen". Mit Blick auf die Olympiade in Athen sagte die deutsche Vize-Meisterin:" Ich habe das Selbstbewußtsein in Athen ins Finale zu kommen und ich glaube fest daran".

Jambor und Häfner gewinnen Toto-Lotto-Cup

Anett Jambor (TV Gelnhausen) und Stefan Häfner (MTG Mannheim) heißen die Sieger des U 23-Wettbewerbs um den Toto-Lotto-Cup zum Auftakt des 26. Internationalen Hochsprungmeetings in Eberstadt.

Bei idealen Bedingungen setzte sich Jambor bei der weiblichen Jugend U 23 mit einem Fehlversuch weniger gegen Jennifer Klein (1,78 m) von der LG Brenztal durch. Die erst 16-jährige Jennifer Klein belegte Platz zwei und sprang mit persönlicher Bestleistung von 1,78 m in die nationale Spitze der weiblichen B-Jugend. Dritter wurde Annabella Scherer von der LG Hohenfels mit 1,74 m.

Für eine Überraschung sorgte bei der männlichen Jugend U-23 Stefan Häfner von der MTG Mannheim. Mit der Siegerhöhe von 2,22 m verbesserte er seine persönliche Bestleistung um fünf Zentimeter und setzte sich gegen U-18-Weltmeister Martin Günther (TV Wehr)durch, der die Höhe von 2,10 m übersprang. Den dritten Platz belegte Alex Hochuli aus der Schweiz mit 2,07 m. Sein Landsmann Michael Isler, der eine Bestleistung von 2,22 m aufweist und in Eberstadt die Olympianorm für Athen angreifen wollte, mußte leider aufgrund einer Verletzung passen, reiste aber dennoch nach Eberstadt.

Vize-Weltmeister Stefan Holm führt ein Klassefeld an / Ukrainerinnen dominieren Frauen-Springen

Die 26. Auflage des Internationalen Hochsprung-Meetings in Eberstadt wird vier Wochen vor den Olympischen Spielen für die Hochsprung-Weltelite zum letzten großen Test vor Athen. Nach dem Jubiläumsspringen im Vorjahr testet die Weltklasse in diesem Jahr in der idyllischen Weinbaugemeinde ihre Olympiaform.

Beim Männerspringen am Sonntag, 18. Juli (ab 13.30 Uhr) sind bis auf Weltmeister Jacques Freitag (Südafrika) zehn Springer der ersten 13 Athleten der aktuellen Weltrangliste am Start. „Das Feld mit Vize-Weltmeister Stefan Holm an der Spitze verspricht einen Klasse-Wettkampf“, sagte Sportdirektor Peter Schramm am Donnerstagabend bei der Abschluss-Pressekonferenz in Eberstadt. Für das Männerspringen haben allein acht Springer gemeldet, die eine Bestleistung zwischen 2,33 Meter und 2,40 Meter vorweisen können. Die Organisatoren vom Trägerverein „Internationales Hochsprungmeeting Eberstadt“ sind daher zuversichtlich, dass die Höhenjäger um Stefan Holm (Schweden), dem WM-Dritten und zweifachen Eberstadt-Sieger Mark Boswell (Kanada), dem derzeitigen Weltjahresbesten Andrej Sokolowski (2,35m/Ukraine), sowie Europameister Jaroslaw Rybakow (Russland) und dem starken Tschechen Jaroslaw Baba die Weltjahresbestleistung des Ukrainers knacken können.

Den Veranstaltern kurzfristig absagen musste der Deutsche Meister Roman Fricke, der sich mit einer Virusinfektion herumplagt. Als Favorit auf den Sieg in Eberstadt gilt der Schwede Holm, der einen Start in Eberstadt vorzog, obwohl sein eigener Manager am gleichen Tag im schwedischen Baastad ein Hochsprungmeeting für Männer und Frauen veranstaltet. In dieser Saison ist noch kein Springer so konstant auf höchstem Niveau gesprungen wie der kleine Schwede.

„Wir müssen jetzt da durch“, so Sportdirektor Schramm zu den beinahe täglich eingehenden Absagen für das Frauen-Springen am Samstag, 17. Juli (ab 17 Uhr). Gleich mehrere unglückliche Umstände führten dazu, dass beim Frauen-Springen „nicht ganz das Wunschfeld an den Start geht“. An diesem Wochenende finden in Baastad, Madrid und Eberstadt gleich drei Meetings mit Hochsprungwettbewerben statt. Zudem sind viele Springerinnen verletzt und die besten Russinnen werden vor Olympia vom russischen Verband ins Trainingslager abkommandiert. Schramm: „Die Weltjahresbeste Jelena Slesarenko (Russland/2,04 m) wollte unbedingt in Eberstadt springen, durfte aber nicht“.

Neben der amerikanischen Meisterin Tisha Waller und der Bulgarin Wenelina Wenewa muss Eberstadt auch auf Vorjahressiegerin Kajsa Bergqvist (Schweden), Weltmeisterin Hestrie Cloete (südafrika), die eine höhere Gage in Madrid vorzog, Marina Kuptsowa (Russland) und Inga Babakowa verzichten. „Trotz der zahlreichen Absagen ist es uns dennoch gelungen“, so Sportdirektor Schramm, „ein gutes Feld zusammenzustellen". Am Start sind mit Viktoria Stjopina (Ukraine), Irina Michaltschenko (Ukraine), Eberstadt-Siegerin 2002, der Vorjahreszweiten Vita Palamar (Ukraine) und der deutschen Hochsprung-Hoffnung Daniela Rath immerhin noch vier Springerinnen, die eine Bestleistung von 2,00 Meter aufweisen. Die deutsche Vize-Meisterin Daniela Rath reist allerdings mit einer leichten Fußverletzung an. Peter Schramm hofft dennoch, dass sich die 27-Jährige in Eberstadt für Athen in Form bringen kann.

Deutsche Meisterin Ariane Friedrich will Olympiaticket lösen

Ariane Friedrich, die von Günter Eisinger trainierte hoffungsvolle Hochspringerin der LG Eintracht Frankfurt, gewann mit sehr gut übersprungenen 1,90 m in Braunschweig die Deutsche Meisterschaft 2004 im Hochsprung. Ariane, zum ersten Mal in Eberstadt am Start, hat die Chance beim Frauenhochsprung am Samstag, 17. Juli 2004, in Eberstadt noch die Qualifikation für Athen zu schaffen. Die B-Norm des Deutschen Leichtathletikverbandes liegt bei 1,91 m die A-Norm bei 1,95 m. Es wird also nicht nur spannend wer den dritten Titel bei den Frauen in Eberstadt gewinnt, sondern auch welche deutschen Hochspringerinnen nach Athen fahren werden. Auch die deutsche Zwei-Meter-Springerin Daniala Rath muss nämlich noch ihre Olympiaform beweisen. Eberstadt ist dafür an diesem Wochenende der ideale Test.

Seit 25 Jahren Hochsprung-Weltklasse in Eberstadt

Vier Wochen vor der Olympiade in Athen wird Eberstadt wieder zum Hochsprung-Mekka.
Die europäische Hochsprung-Elite trifft auf die weltbesten Athletinnen und Athleten. Eberstadt wird damit zum wichtigsten Leistungstest vor Olympia. Schon im Vorjahr setzten die Eberstadt-Stars die Maßstäbe in der Springer-Welt. Der Südafrikaner Jacques Freitag wurde 2003 in Paris Weltmeister und gewann zuvor die Generalprobe in Eberstadt. Wer 2004 in Eberstadt unter den Siegern ist, wird wahrscheinlich auch in Athen auf dem Treppchen stehen. Die Leichtathletikweltmeisterschaften 2003 in Paris haben das bewiesen.

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