28. Internationales Hochsprung-Meeting

18. / 20. August 2006
Drei-Tages-Event in der EberfürstArena

Tomás Janku siegt am Eberfürst

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Tomás Janku heißt der strahlende Eberstadt-Sieger 2006. Sechs Sprünge reichten dem Vizeeuropameister von Göteborg, um mit 2,30 m vor dem höhengleichen Tora Harris aus den USA zu triumphieren. Harry Brunnet sprach im Anschluss an den Wettbewerb von "den inoffiziellen Weltmeisterschaften 2006". In der EberfürstArena begeisterte vor allem der, neben Harris, zweite Amerikaner im Feld, Jesse Williams. Der 21 Jahre alte sechste der Weltrangliste 2006 fiel vor allem durch seinen schnellen Anlauf, spitze Schreie und eine positive Einstellung zum Springen auf.
Nicht wie erhofft verlief der Abend für den Olympiasieger von Athen, Stefan Holm. Der Bronzemedaillengewinner der Europameisterschaften 2006 scheiterte nach fehlerfreien Versuchen bis 2,24 drei mal an der Höhe von 2,27m.
Nachdem von den sechs Springern, die sich an den 2,30m versuchten nur Harris und Janku übrig blieben, ließ Janku die nächste Höhe aus, da er Aufgrund der geringeren Zahl an Fehlversuchen in Führung lag. Tora Harris hatte bei allen drei Versuchen die nötige Höhe um die Latte zu überqueren, jedoch stimmte der Abstand zur Latte nicht ganz. Der als Sieger feststehende Tomás Janku scheiterte danach knapp an seiner neuen persönlichen Bestleistung von 2,35m.
Auf der anschließenden Pressekonferenz erklärte der Sieger, dass es der Traum jedes Hochspringers sei einmal beim weltberühmten Meeting in Eberstadt zu gewinnen. Darüber hinaus erklärte er die Höhen von nur 2,30m und darunter mit der Müdigkeit der Athleten eine Woche nach den Europameisterschaften von Göteborg. Dies sei auch der Grund gewesen, warum er, an einem Abend mit insgesamt mehr als 130 Sprüngen, die Höhen von 2,24 und 2,27m ausgelassen habe, und so wenige Sprünge gemacht habe.
Auch Shooting Star Jesse Williams zeigte sich von seinem ersten Auftritt in Eberstadt beeindruckt. Obwohl er sich nicht mehr so frisch fühle, wie am Anfang der Saison, habe ihm die laute Musik und das Publikum geholfen jeweils im dritten Versuch die Höhen von 2,24 und 2,27m zu meistern. Er freut sich darauf im nächsten Jahr hoffentlich nach Eberstadt zurückzukehren und eine noch bessere Leistung zeigen zu können.

Kajsa Bergqvist zum Zweiten

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Der Topfavoritin aus Schweden gelang es als einziger Athletin die Höhe von 1,98m zu überspringen. Mit dieser Höhe konnte sie zum zweiten Mal nach 2003 in Eberstadt triumphieren. Zwei Starts, zwei Siege so lautet nun ihre makellose Eberstadt-Bilanz. Sie siegte vor der amtierenden Olympiasiegerin Yelena Slesarenko aus Russland, die im ersten Verusch 1,95m übersprang jedoch danach drei Mal an 1,98m scheiterte. Die deutsche Vertreterin Ariane Friedrich von der LG Eintrach Frankfurt belegte mit übersprungenen 1,84m den zwölften Platz. Für besonders gute Stimmung in der EberfürstArena sorgte die für Kanada startende Nicole Forrester, die das Publikum mit Lateinamerikanischen Rhythmen zum Klatschen animierte und den Zuschauern nach ihrem eigenen Ausscheiden half den richtigen Rhythmus zu finden, um die im Feld verbliebenen Athletinnen bestmöglich zu unterstützen.
Nachdem ihr Sieg feststand ließ Kajsa Bergqvist 2,01m auflegen. Trotz lautstarker Unterstützung des Publikums, dass sich einen erfolgreichen 2-Meter-Sprung wünschte, scheiterte die sympathische Schwedin drei Mal an dieser Höhe. Dennoch ließ sie sich im Anschluss mit der schwedischen Flagge in Händen von den Zuschauern am Eberfürst feiern.

Begeisterung beim Toto-Lotto Jugendtag Kinder- und Jugendtag

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Die Kinder- und Jugendlichen im Alter von 7 bis 14 Jahre waren von der Eberstadter Talentsichtung, die zusammen mit dem DLV und WLV durchgeführt wurde begeistert. Erstmals waren 43 Vereine aus ganz Baden-Württemberg mit 250 Teilnehmern beim Toto-Lotto Kinder- und Jugendtag. Zwei Vereine mit 20 Jugendlichen haben sogar im Umfeld der EberfürstArena einige Tage gezeltet und so, trotz weiter Anreise, die Gelgenheit genutzt die Wettbewerbe mitzuerleben. Gut 100 Kinder und Jugendliche kamen auch am Sonntag mit dem Lotto T-Shirt in die EberfürstArena und verfolgenden als Gäste des Trägervereins zusammen mit Betreuern bzw. Eltern den Frauenhochsprung. Alle wollen im nächsten Jahr wieder kommen.

Stimmen zum Frauenspringen

Ich habe das Meeting wirklich genossen. Das Springen war phantastisch und die Zuschauer waren großartig. (Nicole Forrester, 10. im Frauenwettkampf und erstmals in Eberstadt)

Ich fühlte mich stark, hatte gute Beine und wollte hoch springen. 1,98 Meter ist okay, die Zuschauer waren phantastisch wie immer und ich bin eine glückliche Gewinnerin.
(Kajsa Bergqvist, Siegerin in Eberstadt 2006)

Ich komme sehr sehr gerne hierher, weil ich die heimische Atmosphäre sehr mag. Ich denke es ist mir gelungen, einen guten Wettkampf abzuliefern.
(Yelena Slesarenko, 2. in Eberstadt 2006)

Es war eine große Ehre für mich, hier zu sein. (Dóra Györffy, die kurzfristig an den Start ging und 9. wurde)

Ich denke wir haben uns von Tag zu Tag gesteigert. Es hat Riesenspaß gemacht, die Damen springen zu sehen. (Peter Schramm, Meeting-Direktor)

Das Hochsprung-Mekka Eberstadt lebt. (Harry Brunnet, Vorsitzender Trägerverein Internationales Hochsprung-Meeting Eberstadt e. V.)

Annabella Scherer und Matthias Franta siegen beim U23-Springen

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Die 1984 geborene Annabella Scherer und der ebenso alte Matthias Franta sind die Sieger des von toto-lotto präsentierten U23-Springens am Eberfürst. Der Siegerin gelang es als einziger Athletin der Konkurrenz die Höhe von 1,74 m zu überspringen. Nachdem ihr Sieg feststand ließ sie die Organisatoren die Latte auf 1,80m legen, scheiterte jedoch drei Mal knapp an dieser Höhe. Matthias Franta setzte sich Aufgrund der geringeren Zahl an Fehlversuchen bei 2,13m mit übersprungenen 2,16m vor dem höhengleichem Rene Stauß durch. Dieser stellte mit dieser Höhe eine neue persönliche Bestleistung auf. Der belgische Meister und Mitfavorit Stijn Stroobants belegte von Rückenschmerzen gehandicapt mit überquerten 2,10m den dritten Platz vor seinem Landsmann Bart von Deursen. Lokalmatador Kevin Siekermann musste sich mit einem Sprung über 1,94m und dem siebten Rang begnügen.

Flutlicht sorgt für neue Erfahrungen

Sportdirektor Peter Schramm und der 1. Vorsitzende des Trägervereins Harry Brunnet waren sich einig, dass das Springen der Männer am Freitag abend ein voller Erfolg war. Noch nie hatte am Eberfürst ein Springen unter Flutlicht stattgefunden. Die neue Situation tat der Stimmung in der gut gefüllten Arena jedoch keinen Abbruch. Auch die Hauptsponsoren baten den 1. Vorsitzenden, das Springen wenn möglich an diesem Termin zu belassen. Allerdings zeigte sich auch, dass der Wettbewerb etwas früher hätte begonnen werden sollen. Neben der Müdigkeit der Athleten, waren sicherlich die sinkenden Temperaturen gegen 21 Uhr der Hauptgrund für die nicht so stark ausgefallenen Höhen. Trotzdem verlieh das Flutlicht und die untergehende Sonne der Arena am Eberfürst ein zusätzliches bisher nicht gekanntes Flair.

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