34. Internationales Hochsprung-Meeting

Eberstadt 17. - 19. August 2012
Drei-Tages-Event in der EberfürstArena

Irina Gordeeva gewinnt das Frauen-Springen

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Ein sensationelles Springen erlebten die leider nur 700 Zuschauer beim Frauenspringen im Rahmen des 34. Internationalen Hochsprung-Meetings von Eberstadt das eine glänzend aufgelegte Irina Gordeeva gewann. Bei rund 35 Grad Außen- und 60 Grad Bodentemperatur übersprang die Russin am Sonntagmittag phänomenale 2,04 Meter und verbesserte damit ihre persönliche Bestleistung um zwei Zentimeter. In einem der weltweit besten Wettkämpfe des Jahres wurde Landsfrau und Vorjahressiegerin Svetlana Shkolina mit übersprungenen 2,00 Meter Zweite. Die Bronzemedaillen-Gewinnerin von London nahm alle ihre Höhen im ersten Anlauf und sorgte gemeinsam mit Irina Gordeeva dafür, dass das Frauenspringen des Eberstädter Hochsprung-Meetings die Zuschauer zu Begeisterungsstürmen trieb.

Mit sehr guten 1,97 Meter wurde die amtierende Europameisterin Ruth Beitia nur Dritte. Tia Hellebaut, die Olympia-Fünfte, musste sich mit ebenfalls übersprungenen 1,97 Meter gar nur mit Rang vier begnügen. Mit dieser Höhe wurde man in Helsinki Europameisterin. Das Unfassbare am Sonntagmittag: Gleich vier Springerinnen nahmen die 1,97 Meter im ersten Anlauf - einzig Marie-Laurence Jungfleisch, die einzige deutsche Athletin im Feld, musste passen, landete aber auf einem guten fünften Rang. Zuvor hatte die Athletin vom LAZ Salamander Kornwestheim mit tollen Sprüngen bis über 1,94 Meter begeistert. Sie blieb nur einen Zentimeter hinter ihrer Bestleistung zurück und konnte somit durchaus zufrieden sein mit ihrem Wettkampf.

Neue persönliche Jahresbestleistungen (2,04 Meter) stellten dafür die Siegerin Irina Gordeeva, die das Meeting bereits 2009 schon einmal gewonnen hatte, sowie die Vierte Tia Hellebaut auf (1,97 Meter). Gordeeva versuchte sich am Ende gar an 2,08 Meter - dem neuen russischen Rekord. Trotz guter Versuche war diese Höhe aber letztlich einen Tick zu hoch für sie.

Für die weisrussische Siebenkämpferin Yana Maksimava sowie die beiden Frauen aus Usbekistan, Nadiya Dusanova und Svetlana Radzivil, war bereits bei 1,91 Meter Endstation. Sie schafften die Höhe nicht. Als Erste schied aber die Polin Kamila Stepaniuk bei 1,85 Meter aus. Sie konnte dann den Weltklasse-Wettkampf in aller Ruhe verfolgen - einen Wettkampf der auch einer Welt- oder Europameisterschaft alle Ehre gemacht hätte.

Stimmen zum Frauen-Springen

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Harry Brunnet, erster Vorsitzender des Trägervereins: "Wir sind begeistert vom heutigen Wettbewerb. Das Wetter hat einige Zuschauer gekostet, aber für die Athleten waren es ideale Bedingungen."

Peter Schramm, Meeting-Direktor: "Es fällt heute leicht, Bilanz zu ziehen. Das was überwältigend. Gestern haben wir bei den Männern erwartet, dass hoch gesprungen wird. Heute war es dafür nicht so einfach, da ja erst am Freitag in Stockholm gesprungen wurde. Aber da haben sich die Frauen wohl nur für heute eingesprungen. Das war ein absoluter Weltklasse-Wettkampf. Nur die Olympischen Spiele waren besser."

Irina Gordeeva, Siegerin: "Das hier ist mein Lieblins-Meeting. Die Atmosphöre ist einfach großartig. Und auch meine Ergebnisse sind hier immer sehr gut. Ich bin etwas traurig, dass ich die 2,08 Meter nicht geschafft habe."

Svetlana Shkolina, Zweite: "Ich freue mich für Irina Gordeeva. Eberstadt ist das beste Meeting überhaupt."

Tia Hellebaut, Vierte: "Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Es war nicht so einfach nach Stockholm. Ich bin ja nicht mehr so jung wie die zwei Gewinnerinnnen hier. Da steckt man zwei Springen in drei Tagen nicht mehr so leicht weg. Aber ich hatte hier heute sehr viel Spaß. Ich würde gerne wieder nächstes Jahr kommen."

Ruth Beitia, Dritte: "Es war für mich ein fantastisches Jahr. Ich weiß noch nicht, ob ich weitermache aber wenn ich weitermache, komme ich wieder."

Marie-Laurence Jungfleisch, Fünfte: "Über die 1,94 Meter bin ich gut drübergekommen. Da war noch Platz. Es war wirklich schön hier, die Atmosphäre war fantastisch."

Ariane Friedrich, deutsche Hochspringerin und diesmal Zuschauerin: "Ich bin heute hier, weil ich Eberstadt einfach liebe. Ich bin leider verletzt und habe wirklich Probleme. Es tut mir sehr leid, dass ich nicht springen kann. Denn es ist schwer, nur an der Bande zu sitzen."

Mutaz Essa Barshim gewinnt das Männerspringen

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Mit übersprungenen 2,35 Meter hat der Olympiadritte Mutaz Essa Barshim, der Mann aus Qatar, das Männerspringen des 34. Internationale Hochsprung-Meetings in Eberstadt gewonnen. Zweiter in einer wahren Hitzeschlacht wurde der Brite Robert Grabarz, der damit seine gute Form von London bestätigte, mit übersprungenen 2,33 Meter. Auf Platz drei landete der Russe Sergey Mudrov mit übersprungenen 2,30 Meter. Olympiasieger Ivan Ukhov kam nur auf Platz fünf.

Bei 2,05 Meter war man diesmal in den Wettkampf eingestiegen - dem deutschen Nachwuchstalent Falk Wendrich zuliebe, der die Höhe ebenso wie die anschließenden 2,10 Meter im ersten Anlauf nahm und auch danach einen tollen Wettkampf zeigte. Der 17-Jährige bestätigte gar mit übersrprungenen 2,24 Meter seine persönliche Bestleistung. Bei 2,27 Meter war jedoch Schluss für ihn - ebenso wie für seinen Zimmerkamerad Michael Mason. Zuvor waren bereits Wojciech Theiner und Martin Günther ausgeschieden. Beide scheiterten an 2,24 Meter.

Endgültig trennte sich die Spreu vom Weizen aber bei 2,30 Meter. Während Sergey Mudrov und Robert Grabarz die Höhe im zweiten Anlauf meisterten, machte es Mutaz Essa Barshim länger spannend. Erst im dritten Anlauf und mit wackelnder Latte nahm er die 2,30 Meter. Für Jamies Nieto, Alexandr Shustov und Favorit Ivan Ukhov lag die Stange an diesem Tag zu hoch. Alle drei mussten passen - und das obwohl sich etwa Ivan Ukhov zuvor in Bestform präsentiert hatte und die Zuschauer bestens mit zwei sauberen Trainingssprüngen über 2,15 und 2,24 Meter unterhielt. Bei seinem letzten Versuch über 2,30 streifte der Olympiasieger jedoch die Linie, so dass sein Versuch trotz nicht getätigtem Absprung für ungültig erklärt wurde. Ein unglückliches Ende für den Russen.

Letztlich kam es so aber zu einm Zweikampf zwischen dem jungen Mutaz Essa Barshim und dem Briten Robert Grabarz - mit besserem Ausgang für den Mann aus Qatar. Mit übersprungen 2,35 Meter stellte er bei seinem ersten Besuch in der Weinbaugemeinde nicht nur den Landesrekord von Qatar ein, sondern gewann auch auf Anhieb das Meeting. Grabarz scheiterte an der gleichen Höhe und gratulierte anschließend dem Sieger, der sich noch einmal an 2,38 Meter versuchte, dann aber einen großartigen Wettbewerb beendete.

Stimmen zum Männer-Springen

Mutaz Essa Barshim, Sieger: "Eberstadt ist ein toller Platz, um zu springen. Die Voraussetzungen sind hier super. Jeder Springer kommt gerne her. Ich wollte das auch schon immer. Heute hat es auch noch ideales Wetter für mich gehabt. Bei mir zu Hause hat es 45 Grad."

Harry Brunnet, erster Vorsitzender des Trägervereins: "Ich bin begeistert. Wir haben in diesem Jahr wieder echte Eberstadt-Höhen erreicht."

Peter Schramm, Meeting-Direktor: "Ich bin hochzurfieden mit der Gesamtveranstaltung. Für die Springer war heute hervorragendes Wetter, nur die Zuschauer hatten es schwer. Dass Mutaz Essa Barshim gewinnt, hat wohl nicht jeder erwartet. Aber mit ihm musste man rechnen. Er hat eine super Technik."

Ivan Ukhov, Olympiasieger: "Ich mag das Meeting hier sehr. Es tut mir leid, dass ich nicht mein Bestes zeigen konnte. Heute habe ich leider einige technische Fehler gemacht."

Falk Wendrich, deutsches Nachwuchstalent: "Es ist ein großartiges Gefühl gegen die Creme de la Creme springen zu dürfen. Ich bin deshalb auch die nächsten Jahre immer zu haben."

Robert Grabarz, Zweiter: "Es ist heute wirklich gutes Wetter gewesen, um hoch zu springen."

Mutaz Essa Barshim, Sieger: "Auf Olympia trainiert man vier Jahre - nach Eberstadt kommt man, um Spaß zu haben. Ich weiß nicht was heute passiert ist, aber ich habe gewonnen."


Carlo Thänhardt's Weltrekord Ü55

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Carlo Tränhardt schafft den dritten Weltrekord in der EberfürstArena.
Mit übersprungenen 1,87 setzt er das Maß für den neuen Weltrekords Ü55. "Es war so geil wie vor 23 Jahren, nur 50 cm niedriger, aber das Gefühl war wieder da." So Caro Tränhardt nach der Siegerehrung, bei der er wie früher in Wein aufgewogen wurde.
Bei diesem Masters wurden die Athleten durch die jungen Athletinnen des U23 Wettbewerbs motiviert, mussten sie doch die selben Höhen wie die Juniorinnen springen.
Anfangs konnten auch Wolfgang Scheffler von der LG Rothaus mit übersprungenen 1,74 m und Marus Bürger von der LG Kurpfalz mit übersprungenen 1,60 m noch mithalten.

U23 Wettbewerb der Spitzenklasse

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Der U23 Wettbewerb in der EberfürstArena war ein Wettkampf der Spitzenklasse und ein perfekter Auftakt des 34. Internationalen Hochsprung-Meetings Eberstadt.
Ideales HochsprungWetter und knapp 250 Zuschauer boten eine Athmosphäre die ihresgleichen sucht.
Mit 1,82 m siegte die Britin Isobel Pooley und rechtfertigte so auch ihren Start bei diesem SuperFeld.
Bei den jungen Männern zeigte Mateusz Przybylko was in ihm steckt. Mit Einstellug seiner persoönlichen Bestleistung von 2,20 m gelang ihm so ein super Ergebnis.

OlympiaRevanche beim 34. Internationalen Hochsprung-Meeting in Eberstadt

Vom 17. - 19. August 2012 wird Eberstadt wieder zum HochsprungMekka.
Das 34. Internationale Hochsprung-Meeting Eberstadt eine Woche nach dem Olympischen Spielen in London bietet für manche Athletinnen und Athleten die Chance zur OlympiaRevanche und für die MedaillenGewinner ihre Form zu bestätigen.

Beim MännerHochsprung am Samstag können wir uns auf die Medaillengewinner von London freuen. Vier der ersten sechs des Olympia HochsprungFinales 2012 treten zum erneuten Wettbewerb in der EberfürstArena an.
Dabei will der frisch gekürte OlympiaSieger und EberstadtSieger 2011 Ivan Ukhov (Russland) nicht nur seine Olympiaform unter Beweis stellen sondern auch seinen EberstadtTitel verteidigen. Er ist ja nicht nur OlympiaSieger sondern führt mit übersprungenen 2,39 m auch die Weltrangliste an.
Diesen besonderen Erfolg wollen ihm aber auch die zwei BronzemedaillenGewinner von Londen, der britische Europameister 2012 Robbert Grabarz und der sympathische Hochspringer aus Katar, Mutaz Essa Barshim streitig machen.
Ein gehöriges Wort mitreden will auch der Europameister von 2010 Alexandr Shustov. Immerhin mit 2,35 m Vierter der Weltrangliste 2012.
Der EberstadtSieger 2009 und 2010 Raul Spank musste ja leider seine Teilnahme wegen einer Verletzung absagen. Er ist aber als Fan beim Meeting dabei,
Dennoch gibt es zwei Deutsche im Starterfeld. Martin Günther von der LG Eintracht Frankfurt will in Eberstadt nach seiner Verletzungspause wieder zur alten Form zurückkehren und der U20 VizeWeltmeister 2012, Falk Wendrich von der LAZ Soest. Er will zeigen, dass er auch bei den Aktiven mithalten kann.

Auch bei dem hochklassigen HochsprungWettbewerb der Frauen kann man am Sonntag ab 13.30 Uhr Spannung pur erleben.

Die EberstadtSiegerin 2010 und EberstadtBotschafterin Ariane Friedrich kann leider wegen einer Verletzung nicht starten und ist ebenfalls nur als Fan dabei.
Das Starterfeld für das 11. FrauenSpringen in der EberfürstArena zeigt, der EberstadtSieg 2012 wird stark umkämpft sein.
Die BronzemedaillenGewinnern von Londen mit Bestleistung 2,03 m und EberstadtSiegerin 2011 Svetlana Skholina (Russland) will das Double schaffen.
Die Europameisterin 2012 Ruth Beitia (Spanien), die in London mit Saisonbestleistung von 2,00 m Vierte wurde und die OlympiaSiegerin von 2008 sowie OlympiaFünfte von London, Tia Hellebaut (Belgien) wollen ebenfalls um den Sieg springen.
Ergänzt wird das Starterfeld durch Irina Gordeeva (Russland), Svetlana Radzivil (Usbekistan) und Airiné Palsyté (Litauen).
Insgesamt werden sechs der Finalistinnen von London in der EberfürstArena am Start sein.
Auch die deutsche Nachwuchshoffnung Marie-Laurence Jungfleisch (LAZ Salamander Kornwestheim-Ludwigsburg) wird beim FrauenWettbewerb an den Start gehen. Beim Olympia Qualifikationswettkampf am 01.07.2012 in der EberfürstArena hat sie gezeigt, auch Höhen über 1,95 m sind bei ihr drin. Das hat sie kurze Zeit später beim Meeting in Luzern bewiesen. Sie kommt nun mit neuer persönlicher Bestleistung von 1,95 m nach Eberstadt.

Eines ist sicher, dieses Meeting bringt wieder Frauen- und MännerHochsprung der Weltklasse unter den Eberfürst.

Das hochklassige, dreitägige SportEvent beginnt am späten Freitagnachmittag mit dem U23 HochsprungWettbewerb für junge Frauen und Männer. Die Juniorinnen und Junioren der deutschen HochsprungSzene zeigen ihr Können und müssen mit Konkurrenz aus Großbritannien rechnen.
Im Rahmen dieses U23 Springen will Altstar Carlo Thränhardt den Weltrekord in der Alterklasse M55 brechen.
Es wird also bereits am Freitagnachmittag sehr spannend.

Der sehr erfolgreiche Kinder- und Jugendtag, zum sechsten Mal präsentiert von der AOK Heilbronn-Franken, macht den Auftakt am Samstagvormittag um 10.00 Uhr.
Die Kinder und Jugendlichen im Alter von 8 bis 14 Jahren werden nicht nur an vielen Sportstationen Spaß haben, sondern zum Abschluss natürlich wie die Hochsprungelite über die Latte springen.
Über 300 Kinder und Jugendliche aus Baden-Württemberg waren es 2011. Das zeigt: Der Kinder- und Jugendtag ist der richtige Weg zur Sportförderung.
Übrigens sind die Teilnehmer am Kinder- und Jugendtag zusammen mit ihren Betreuern zum MännerHochsprung um 14.30 Uhr eingeladen.

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