33. Internationales Hochsprung-Meeting

Eberstadt 15. - 17. Juli 2011
Drei-Tages-Event in der EberfürstArena

Ivan Ukhov gewinnt ein wahres Regenspringen

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Zum ersten Mal hat Ivan Ukhov das Männer-Springen des Eberstädter Hochsprung-Meetings gewonnen. Bei der 33. Auflage und strömendem Regen sprang der Russe als einziger im ersten Versuch über 2,24 Meter. Jaroslaw Baba, der es ebenfalls über diese Höhe schaffte, jedoch erst im zweiten Vesuch, wurde Zweiter. Dritter wurde der Grieche Konstadinos Baniotis mit 2,20 Meter. Der deutsche Hoffnungsträger Raul Spank landete auf Rang fünf.

Schon vor dem ersten Sprung war an diesem Sonntag klar, dass es nicht über allzu große Höhen gehen würde. Zu stark war der Regen, der unaufhörlich auf die Eberfürst-Arena niederprasselte. Die Anfangshöhe von 2,10 Meter nahmen noch alle elf Springer, dann lichtete sich das Feld aber schnell. Als erste schieden der Italiener Silvano Chesani und der Russe Aleksey Dmitrik auf der Bank Platz nehmen. Sie scheiterten an 2,15. Bei 2,20 war dann für Viktor Ninov, Tom Parsons sowie Donald Thomas Endstation.

So versuchten sich nur noch sechs Springer an der Höhe von 2,24 Meter. Der Ekuatorianer Diego Ferrin, der sich insgesamt gut verkaufte, scheiterte als Erster im dritten Versuch. Ihm folgten Konstadinos Baniotis und Raul Spank. Der zweifache Eberstadt-Sieger scheiterte bei seinem dritten Versuch nur ganz knapp. Martin Bernard aus Großbritanien ließ die Höhe nach seinem ersten Versuch aus und wollte seine letzten beiden Versuche gleich bei 2,28 Meter probieren. Jaroslaw Baba nahm die Höhe im dritten Versuch, bei Ivan Ukhov blieb die Latte bereits im ersten Sprung liegen. Locker nahm der Russe diese Höhe - und deutet an, dass noch Luft für mehr da war. Deshalb ließ der Russe 2,28 Meter auch aus und wollte sich gleich bei 2,31 Meter probieren. Doch dazu kam es nicht mehr.

Denn nach zwei ungültigen Versuchen von Martin Bernard über 2,28 Meter und drei Fehlversuchen von Jaroslaw Baba, prasselte ein wahrer Regenschauer auf die Arena hernieder. Ivan Ukhov wollte da im Hinblick auf die russischen Meisterschaften und die Weltmeisterschaften Ende August kein Risiko eingehen und verzichtete auf einen weiteren Versuch. Seinen ersten Sieg in Eberstadt hatte er ja bereits sicher.


Stimmen zum Männer-Springen

Peter Schramm, sportlicher Leiter des Meetings: "So toll das Wetter gestern war, so schlecht war es heute. Dass es so schlimm wird, hätte wohl keiner gedacht. Aber mit Ivan Ukhov hat einer der führenden Springer gewonnen."

Ivan Ukhov, Sieger: "Das Eberstädter Hochsprung-Meeting ist eines der besten Meetings, die es gibt - trotz des Wetters. Den letzten Versuch habe ich ausgelassen, da ich in fünf Tagen wieder einen Wettkampf habe und nichts riskieren wollte."

Raul Spank, Fünfter: "Für mich gibt es kein schlechtes Wetter. Ich war aber überrascht, dass trotz des Regens so viele Zuschauer gekommen sind. Schade, als die Zuschauer sich warm geklatscht hatten, war der Wettkampf vorbei."

Raul Spank, Fünfter: "Ich habe es technisch heute nicht auf die Reihe bekommen. Ich verstehe heute die Welt nicht so richtig."

Jarolaw Baba, Zweiter: "Ich bin mental und pysisch gut vorbereitet gewesen. Ein bißchen Regen ist auch kein Problem gewesen, der Wasserfall dann aber schon. Ich bin dennoch zufrieden mit dem Wettkampf."

Harry Brunnet, 1. Vorsitzender des Fördervereins Eberstädter Hochsprung-Meetings: "Wir werden versuchen im nächsten Jahr einen Termin Ende August Anfang September zu finden, auch in Kooperation mit den großen Meetings"

Stechen: Svetlana Shkolina gewinnt das Frauen-Springen

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Spannend bis zum Schluss ist es am Samstagmittag beim Frauen Wettkampf des 33. Eberstädter Hochsprung-Meeting zugegangen. Denn erst im Stechen setzte sich die Vorjahreszweite Svetlana Shkolina mit übersprungenen 1,99 Meter gegen die Top-Favoritin Blanka Vlasic durch. Damit stellte die Russin eine neue persönliche Bestleistung im Freien auf und holte ihren ersten Sieg unterm Eberfürst. Dritte wurde überraschend die Nigerianerin Doreen Amata, die sich mit ihrer herzerfrischenden und sympathischen Art schnell in die Herzen der Zuschauer gesprungen hatte.

Alle drei lieferten sich lange Zeit ein Duell auf Augenhöhe und übersprangen jeweils 1,95 Meter im ersten Versuch. 1,97 Meter ließ Doreen Amata aus, dafür schafften Svetlana Shkolina und Blanka Vlasic die Höhe im ersten Versuch. Bei 1,99 Meter war dann aber Endstation - zunächst einmal. Amata und Shkolina scheiterten an der Höhe, während Vlasic die 1,99 ausließ und gleich 2,01 Meter auflegen ließ. Die Weltjahresbestleistung war zum greifen nahe - doch die Latte fiel drei Mal, so dass zum ersten Mal in Eberstadt ein Stechen über den Sieg entscheiden mußte. Beide Sportlerinnen mußten deshalb noch einmal bei der Höhe 1,99 Meter antreten. Und Svetlana Shkolina übersprang die Höhe locker im ersten Versuch, die Top-Favoritin Blanka Vlasic riss hingegen. Damit durfte sich die Russin über ihren ersten Eberstadt-Sieg freuen, während Blanka Vlasic bei ihrem dritten Eberstadt-Besuch auf Rang zwei landete.

Vierte wurde die Kasachin Marina Aitova mit übersprungenen 1,93 Meter, auf Rang fünf landete die Schwedin Emma Green-Tregaro. Den sechsten Platz teilten sich Ebba Jungmark und Ruth Beitia. Die einzige Deutsche im Feld, Meike Kröger schied mit enttäuschenden 1,80 Meter als erste Athletin aus und wurde Zwölfte.

Stimmen zum Frauen-Springen

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Peter Schramm, Meeting-Direktor: "Wir haben einen tollen Wettkampf bei tollem Wetter gesehen. Natürlich wäre es nicht schlecht gewesen, wenn wir auch noch eine Weltjahresbestleistung gesehen hätten, aber ich bin glücklich über die Siegerin. Svetlana Shkolina war immer nah dran und vor dem Wettkampf habe ich zu ihr gesagt, dass sie gewinnen muss."

Ariane Friedrich: "Svetlana ist eine tolle Siegerin - nicht nur wegen der Höhe her, sondern auch wegen ihrer Art. Sie sehe ich gerne auf dem Plakat. Sie ist eine würdige Siegerin."

Svetlana Shkolina, Siegerin: "Ich war nicht überrascht, dass ich im Stechen noch einmal springen durfte. Mein Trainer hat dann einfach gesagt, ich soll ruhig bleiben und das hat geklappt."

Doreen Amata, Dritte: "Ich habe ein kleines Problem mit meinem Fuß gehabt und deshalb die Höhe von 1.97 Meter ausgelassen. Ich wollte die 1,99 Meter einfach einmal angehen."

Harry Brunnet, erster Vorsitzender des Trägervereins: "Viele Athleten haben heute tolle Leistungen in einer besonderen Atmosphäre gezeigt."

Ariane Friedrich: "Am Anfang des Tages hatte ich keine Lust auf den Tag und habe deshalb die ganze Zeit über im Auto gemotzt. Aber Eberstadt zu erleben ist einfach wertvoll. Und je länger der Wettkampf ging, umso besser wurde meine Laune."

Günter Eisinger, Athletenmanager: "Hochsprung ist sehr fruchtbringend!" (Zu den aktuell vielen Schwangerschaften bei den Athletinnen)

Blanka Vlasic kommt!

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Eine Sensation im Vorfeld des 33. Internationalen Eberstädter-Hochsprungmeeting vom 15. bis 17. Juli 2011 ist gelungen. Mit Blanka Vlasic kommt die amtierende Hochsprung-Weltmeisterin aus Kroatien erstmals zum Meeting in die Weinbaugemeinde. Bei den Männern will der Dresdner Raul Spank nach zwei überzeugenden Siegen 2009 und 2010 in diesem Jahr den dritten Erfolg hintereinander. Doch die Konkurrenz ist groß.

Den Machern des Hochsprung-Meetings von Eberstadt ist ein regelrechter Coup gelungen. Blanka Vlasic wird erstmals beim Internationalen Hochsprung-Meeting in Eberstadt an den Start gehen. „Sie wollte in diesem Jahr unbedingt bei uns springen. Wir sind natürlich sehr froh, dass wir die Weltmeisterin präsentieren können, zumal auch die finanziellen Rahmenbedingungen für uns in Ordnung sind“, freut sich Sportdirektor Peter Schramm über diese überraschende Wendung. Die amtierende Welt- und Europameisterin hat eine Bestleistung von 2,08 Meter zu Buche stehen und geht am Samstag, den 16. Juli um 14:30 Uhr natürlich als Top-Favoritin ins Springen, zumal das Aushängeschild der deutschen Leichtathletik Ariane Friedrich nach ihrem Achillessehnenriss im Dezember nicht starten kann. Die Eberstadt-Siegerin des Vorjahres will trotzdem in der EberfürstArena sein und sich den Wettkampf anschauen. Mit der Spanierin Ruth Beitia (2,02 Meter Bestleistung), Emma Green aus Schweden (2,01 Meter), der Russin Svetlana Shkolina (2,00 Meter) stehen die weiteren Favoriten fest.

Hochsprung im Männerwettbewerb

Bei den Männern am Sonntag ab 13:30 Uhr ist Raul Spank nach seinen Erfolgen 2009 und 2010 heiß auf seinen Titel in Folge. Allerdings trifft der Dresdner in diesem Jahr auf praktisch die gesamte Weltspitze und ist leicht angeschlagen. Die ersten Drei bei Diamond-League-Wettkampf am vergangenen Freitag in Paris Jaroslaw Baba (Tschechische Republik 2,32), Aleksey Dmitrik (Russland 2,30) und Ivan Ukhov (Russland 2,30) sind allesamt am Start. Nicht in Eberstadt dabei sein wird Jesse Williams, der fest zugesagt hatte. „Williams wollte unbedingt zu uns kommen, doch sein Trainer hat ihm abgeraten, da er sich ausschließlich auf die Vorbereitungen zur Leichtathletik-WM Ende August in Südkorea konzentrieren will“, bedauert Peter Schramm den Entschluss, hat aber auch Verständnis für die Entscheidung des sympathischen Sportlers.
Mit Donald Thomas von den Bahamas steht ein weiterer sehr starker Springer am Start. Gespannt darf man auf Eike Onnen sein. Nach längerer Verletzungspause steigt seine Formkurve wieder steil nach oben.

Den Auftakt des 33. Hochsprung-Meetings macht am Freitag, den 15. Juli um 17:00 Uhr traditionell der U-23 Nachwuchs aus Deutschland und dem benachbarten Ausland. Für den Kinder- und Jugendtag am Samstagmorgen, der wieder unter der sportlichen Leitung von Andreas Surbeck steht, haben wir 300 Jugendliche aus 45 baden-württembergischen Vereinen gemeldet.
Neben den spannenden Wettkämpfen ist in Eberstadt natürlich auch für das leibliche Wohl gesorgt. An allen drei Tagen lädt der Trägerverein zur Hochsprung-Hocketse rundum die EbrfürstArena ein. Am Sontag können sich die Zuschauen ab 10:30 Uhr beim HochsprungBrunch auf das Herren-Springen einstimmen.

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